Wohnüberbauung

Info

Bernhardswies, St. Gallen

Das südlich vom Bahnhof Haggen gelegene Industrieareal mit seinen bestehenden Produktionshallen wurde mit Hilfe eines Gestaltungsplanes in eine Wohnnutzung überführt. Durch die versetzte Volumenanordnung der vier Neubauten werden grosszügige Aussenräume bei gleichzeitig hoher Bebauungsdichte aufgespannt. Die Terrassierung des Hanges in drei Ebenen schafft weitläufige und vielseitig nutzbare Plateaus. Diese Plätze bilden wichtige soziale Treffpunkte innerhalb der Siedlung. Die Gebäude erhälten durch die thematisch differenzierten Wohnhöfe eine eigene Identität und somit eine eindeutige Adresse. Die Zugangsfassaden (Nordfassaden) mit der Schlafzimmerschicht wurde zurückhaltend mit übereinanderliegenden Fenstern und einem klaren Rasteraufbau gestaltet. Bei den Wohnfassaden (Südfassaden) bewirkt eine Balkonzone, als der Fassade vorgelagerte Raumschicht, die gewünschte Verzahnung des Hofraums mit dem individuellen Aussenraum jeder Wohnung. Zusätzlich zu den durchlaufenden Trägern wird mit geschlossenen und strukturierten Brüstungen gespielt, die sich als Bänder in der Fassade abzeichnen und die horizontale Schichtung betonen.

Adresse: Bernhardswies- und Hechtackerstrasse, St. Gallen
Auftragsart: Wettbewerb 2012, 1. Preis
Planungs- und Bauzeit: 2013 Gestaltungsplan, 2015 Planung, 2018–2020 Realisierung
Bauaufgabe: Wohnsiedlung mit 147 Mietwohnungen und Gewerberäumen
Rauminhalt SIA 416: 89’820 m3
Bilder: Strut Architekten

Bernhardswies, St. Gallen